Zahlreiche elektrische und elektronische Apparate werden teilweise, oder sogar ausschließlich, durch Batterien betrieben. Früher oder später müssen die Batterien gewechselt werden, in manchen Fällen zusammen mit dem Gerät, in dem sie verwendet werden. Zu diesem Zeitpunkt kommt es darauf an, dass die in Batterien und Akkumulatoren vorhandenen Schwermetalle keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen bzw. auf die Umwelt haben.

Rechtliche Verpflichtungen

In der Europäischen Union wurde 2002 die Richtlinie 2006/66/EG vom 6. September 2006 über Batterien und Akkumulatoren und zur Aufhebung der Richtlinie 91/157/EWG, besser bekannt als die Batterie-Richtlinie, eingeführt, um diese Auswirkungen zu vermeiden. So wurde der Gebrauch von Quecksilber, Kadmium und Blei beschränkt.
Geräte müssen so entwickelt werden, dass Altbatterien und Altakkumulatoren problemlos entnommen werden können. Bei Geräten mit eingebauten Batterien oder Akkumulatoren muss aus der Bedienungsanleitung klar hervorgehen, wie sich die Batterien oder Akkumulatoren entfernen lassen. Darüber hinaus muss klar erkennbar sein, um welche Art von Batterien oder Akkumulatoren es sich handelt.
Außerdem muss die Kapazität auf allen Gerätebatterien und -akkumulatoren sowie auf allen Fahrzeugbatterien angegeben sein. Die Kapazität von Sekundärbatterien und  akkumulatoren wird zumeist in Amperestunden (Ah) angegeben und zeigt die Nutzungsdauer der Batterie oder des Akkumulators an. Je höher die Kapazität, desto länger lässt sich die Batterie oder der Akkumulator unter bestimmten Bedingungen verwenden. Bei Primärbatterien (nicht wiederaufladbar) oder -akkumulatoren wird die Kapazität in der Anzahl der Nutzungsstunden für verschiedene spezielle Anwendungen angegeben, für die sich die Batterie oder der Akkumulator am besten eignet.
Neben diesen rechtlichen Verpflichtungen für Hersteller, können die Verbraucher auch etwas dazu beitragen.

Was können Sie tun?

- Getrennte Entsorgung
Wenn auf einer Batterie oder einem Akkumulator das Symbol einer durchgestrichenen Abfalltonne auf Rädern angebracht ist, bedeutet dies, dass die Batterie oder der Akkumulator separat eingesammelt werden muss. Weitere Informationen zur Sammlung von Batterien und Akkumulatoren finden Sie unter www.bebat.be

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Bei der Verbrennung von Batterien und Akkumulatoren können Stoffe freigesetzt werden, die eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen. Darum gehören sie keinesfalls in den Hausmüll, sondern gelten als Sondermüll. Geben Sie Altbatterien und -akkumulatoren rechtzeitig zurück, lassen Sie sie nicht zu lange zu Hause herumliegen.
Sowohl Primär- (nicht wiederaufladbar) als auch Sekundärbatterien (wiederaufladbar) enthalten noch zahlreiche verwertbare Materialien. Durch die getrennte Sammlung von Altbatterien und -akkumulatoren können die Hersteller diese Stoffe herausfiltern und wiederverwenden.

- Beschränken Sie Ihren Verbrauch
Sie als Endnutzer können bei der Handhabung von Batterien und Akkumulatoren sogar noch mehr tun, um Mensch und Umwelt zu entlasten. Zunächst einmal gilt: Strom aus der Steckdose ist billiger und umweltfreundlicher als die Energie, die uns Batterien liefern. Die Botschaft lautet also, die Verwendung von Batterien so weit wie möglich einzuschränken. Auf diese Weise wird weniger Sondermüll produziert

- Verwenden Sie wiederaufladbare Batterien
Benutzen Sie zudem wann immer möglich wiederaufladbare Batterien. Diese sind zwar etwas teurer in der Anschaffung, halten jedoch viel länger, wodurch sich die höheren Anschaffungskosten schnell rentieren. Sie können bis zu tausend Mal wieder aufgeladen werden. Durch ihre lange Lebensdauer sind sie umweltfreundlicher als nicht-wiederaufladbare Primärbatterien, denn es müssen weniger Batterien hergestellt werden, wodurch weniger Grundstoffe benötigt werden und am Ende weniger Abfall anfällt. Verwenden Sie wann immer möglich wiederaufladbare NiMH-Batterien und  Akkumulatoren (Nickel-Metallhydrid-Typ). Die neuste Generation dieser Batterien und Akkumulatoren gibt ihre Ladung langsamer ab, was die Lebensdauer erhöht. Sie erkennen sie oft an der Aufschrift „low self-discharge“ (geringe Selbstentladung). Der Vorteil der neueren Li-Ion (Lithiumionen) Batterien ist, dass sie keinen „Speichereffekt“ haben. Diese Batterien behalten also dieselbe Kapazität, auch nach mehrmaligem Aufladen. Diese Batterien sind jedoch teurer im Ankauf als NiMH-Batterien. Heutzutage findet man in so gut wie allen Notebooks, Handys und anderen Elektrogeräten eingebaute Li-ion Akkus. Nur für Geräte, die sehr wenig Energie verbrauchen, wie Uhren oder Taschenrechner, eignen sich nicht-wiederaufladbare Batterien am besten.
Wenn Batterien oder Akkumulatoren nicht mehr genug Strom für einen MP3-Spieler oder eine Kamera liefern, können sie oft noch eine Zeit lang in einem Wecker oder einer Fernbedienung eingesetzt werden. Bei längerer Nichtbenutzung eines Geräts sollten Sie zudem die Batterien bzw. die Akkumulatoren entnehmen. Das kommt sowohl dem Gerät als auch der Batterie bzw. dem Akkumulator zugute.
 

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