Wir sind alle mit dem Meer verbunden. Es reguliert unser Klima durch die Aufnahme von CO2 und versorgt uns mit Sauerstoff, Fisch, Meeresfrüchten, Salz, Sand, Windenergie und noch viel mehr. Viele von uns haben sogar eine besondere Beziehung zum Meer, das eine wahre Quelle von Frieden und Entspannung ist. Auch die Nordsee beherbergt überraschend viel Leben: mehr als 2.000 Tiere und Pflanzen, von der Seeanemone, dem Seepferdchen und der Zunge bis zur Robbe, dem Schweinswal und vielen Algenarten.

Leider landen jedes Jahr durchschnittlich 8 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle im Meer, oder jede Minute eine volle LKW-Ladung Abfall. Diese Abfälle stammen aus Aktivitäten sowohl auf See als auch auf dem Land. Abfälle vom Land wie Plastikflaschen, Tüten oder Zigarettenkippen können auch über Kanäle, Flüsse, Wasseraufbereitungsanlagen oder einfach durch den Wind ins Meer gelangen. Kunststoffe bleiben bis zu 450 Jahre lang vorhanden, und die kleinen Fragmente verschwinden nie vollständig.

(folgende Abbildung ist nur auf Englisch vorhanden)

Die Nordsee und ihre Bewohner verdienen unseren Schutz! Und das kann man von überall machen: Das Meer beginnt zu Hause, zu Hause in Küche und Bad, in jedem Abfluss….

Helfen Sie beim Schutz des Meeres? Das Meer beginnt mit Ihnen!

Weniger Abfall:

(folgendes Video ist nur auf Englisch vorhanden)

  • Vermeiden Sie Einwegverpackungen aus Kunststoff, verwenden Sie sie wieder und recyceln Sie sie. Plastiktüten, Verpackungen, Strohhalme usw. werden nur einmal verwendet, bleiben aber sehr lange in der Umwelt zurück.
  • Nehmen Sie eine wiederverwendbare Einkaufstasche zum Einkaufen: Legen Sie diese immer in Ihrem Auto oder ihrer Fahrradtasche.
  • Nehmen Sie sich Leitungswasser zum Trinken.
  • Bringen Sie immer Ihre Trinkflasche, wiederverwendbare Kaffeetasse, Lunchbox oder Stoff-Lunchbeutel mit.
  • Bevorzugen Sie unverpackte Lebensmittel, kaufen Sie Ihr Obst und Gemüse separat oder nehmen Sie eine wiederverwendbare Obst- und Gemüsetasche mit.
  • Bringen Sie Ihren eigenen wiederverwendbaren (Stoff-)Brotbeutel in die Bäckerei. In einigen Geschäften können Sie auch Ihre eigenen Gläser mitbringen. Es gibt auch packungsfreie Shops.
  • Tauschen Sie Ihr Duschgel gegen ein Stück Seife, probieren Sie Shampoo in Blöcken und gebrauchen Sie Natriumcarbonat oder Essig für den Hausputz.
  • Verwenden Sie waschbare Wattepads, um Make-up zu entfernen, waschbare Slipeinlagen....

Nachhaltiges Zuhause

(folgendes Video ist nur auf Englisch vorhanden)

  • Wählen Sie Zahnpasta, Peelings, Kosmetika und andere Pflegeprodukte ohne Mikrokunststoffe, kleine Kunststoffpartikel, die schließlich im Meer landen. Eine Liste finden Sie unter www.beatthemicrobead.org
  • Reduzierung der Wasserverschmutzung durch ökologische Reinigung, (Geschirrspüler) Wasch- und Pflegemittel und Farben (z.B. mit dem EU Ecolabel). Verwenden Sie Desinfektionsmittel, Pestizide und andere chemische Produkte wie Bleichmittel, Entkalker und Weichmacher nur bei Bedarf, sicher und richtig.
  • Überlegen Sie, wie oft Sie Ihre Kleidung waschen. Viele Kleidungsstücke bestehen aus synthetischen Fasern. Dadurch werden bei jedem Waschgang Mikrokunststoffe freigesetzt.
  • Werfen Sie niemals feuchte Tücher, Wattestäbchen, Damenbinden usw. in die Toilette.
  • Gießen Sie kein Frittieröl, Farbreste oder Spiritus in die Toilette oder das Waschbecken, sondern bringen Sie sie in den Containerpark mit den kleinen gefährlichen Stoffen.
  • Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie beim Einkauf natürliche Materialien anstatt Kunststoff bevorzugen. Nehmen Sie zum Beispiel eine Bambus-Zahn- oder Haarbürste.
  • Nachhaltige Geschenke? Schenken Sie Holz- oder Gebraucht-Spielzeug, ein selbstgemachtes Geschenk oder eine Aktivität als Geschenk. Und verwenden Sie Geschenkpapier wieder!

In der Natur:

  • Lassen Sie Ihren Müll nicht zurück, werfen Sie ihn in den Mülleimer oder nehmen Sie ihn mit (bewahren Sie immer einen Müllsack in Ihrem Auto, einer Fahrradtasche oder Handtasche auf) und sortieren Sie die Abfälle zu Hause.
  • Beim Spazieren oder Joggen heben Sie immer ein wenig Abfall auf.
  • Raucher? Stecken Sie Ihren Zigarettenstummel in einen Taschenaschenbecher.
  • Achten Sie darauf, dass Luftballons nicht in der Natur oder im Meer landen: Lassen Sie sie nicht fliegen. Vögel, Fische und andere Tiere sehen Ballonstücke als Nahrung oder werden darin gefangen.

Am Meer:

  • Sortieren Sie in Ihrem Ferienhaus genauso gut wie zu Hause.
  • Lassen Sie Ihren Müll nicht am Strand liegen: werfen Sie ihn in den Mülleimer oder nehmen Sie ihn mit.
  • Nehmen Sie an einer Strandreinigungskampagne teil.
  • Retten Sie die gefährdeten Dünen: auf den Wegen bleiben, keine Pflanzen oder Tiere mit nach Hause nehmen und keine Feuer anzünden.
  • Stellen Sie Ihre Zigarettenkippen in einen Aschenbecher, den Sie in allen Touristenzentren anfragen können.
  • Haben Sie einen Seehund gesehen? Lassen Sie das Selfie und halten Sie einen Sicherheitsabstand (mindestens 20 m) zu diesem wilden Tier. Halten Sie Hunde an der Leine.
  • Stören Sie die Vögel während der Brutzeit nicht.
  • Wählen Sie ein nachhaltiges Ferienhaus (mit dem EU Ecolabel oder dem grünen Schlüssel).

Vergessen Sie auch nicht:

  • Entscheiden Sie sich für nachhaltigen Fisch mit dem MSC/ASC-Label (oder einem anderen Nachhaltigkeits-Score): vermeiden Sie gefährdete Arten und kosten Sie weniger bekannte Fische (siehe Fischführer auf fr.fishguide.be oder den Fisch- und Meeresfrüchteführer auf http://www.guidedesespeces.org/).
  • Reduzieren Sie Ihre eigenen C02-Emissionen: Essen Sie weniger Fleisch. Nehmen Sie öfter ein Fahrrad mit. Wählen Sie Ökostrom. Isolieren Sie Ihr Haus ausreichend.
  • Essen Sie Saisonobst und -gemüse aus eigenem Anbau.
  • Werden Sie Mitglied eines Naturschutzverein.
  • Verbreiten Sie diese Tipps bei Ihren Freunden, ihrer Familie und/oder Nachbarn!

Mehr Informationen über unsere Nordsee.