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Hersteller, die eine Umweltinformation auf ihrem (ihren) Produkt(en) anbringen wollen, müssen zunächst eine Lebenszyklusanalyse (LZA) durchführen lassen und diese in diese Datenbank registrieren. Auch Hersteller, die Produkte ohne Umweltinformation auf den Markt bringen, können die Datenbank verwenden, um ihre LZA zu deklarieren.

Die Datenbank ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Dies bedeutet, dass auch Architekten, Behörden oder Verbraucher die Daten (oder einen Teil der Daten) in der Datenbank konsultieren können. Nota: zur Zeit ist die Datenbank leer. Einige EPD Projekte sind noch in der Entwicklungsphase.

Dokumente

Belgisches EPD-Programm

Der FÖD Volksgesundheit hat für den belgischen Kontext eine Reihe von Regeln und Verfahren zum Aufsetzen einer EPD festgelegt. Er stützt sich dazu auf den Königlichen Erlass Umweltinformationen sowie auf europäische und internationale Normen. Für nähere Informationen über die Vorgehensweise und die Bezugsdokumente verweisen wir auf die Webseite des B-EPD-Programms.

Was sind die Vorteile einer EPD?

  • ein umfassender und objektiver Überblick über die Umweltauswirkungen von Produkten
  • Der Hersteller bekommt ein besseres Verständnis über seinen Produktionsprozess, wodurch er Verbesserungsinitiativen aufstellen kann, die nicht nur der Umwelt zugutekommen, sondern auch oft kostenersparend sind.
  • eine korrekte Bewertung von Bauprodukten: nicht nur auf Produktebene, sondern auch auf Gebäudeebene und mit spezifischen Daten

Gebäudebewertung

Die Regionen entwickeln gemeinsam ein Rechenmodul zur Berechnung der Umweltauswirkungen von Bauprodukten auf Gebäudeebene. Vorläufig wird dieses Tool mit allgemeinen Daten arbeiten. Wir haben mit den Vorbereitungen begonnen, um die Datenbank mit diesem Rechenmodul zu koppeln. So wird man Ende 2017 bei der Bewertung von Gebäuden auch spezifische Umweltinformationen benutzen können.

Wie funktioniert die Datenbank?

Der Hersteller lässt für sein(e) Produkt(e) eine Lebenszyklusanalyse durchführen. Anschlieβend lässt er überprüfen, ob seine LZA der Norm NBN EN 15804 entspricht. Diese überprüften Ergebnisse kann er in die Datenbank registrieren. Dies erfolgt über verschiedene Stufen: Der Hersteller führt zunächst seine Unternehmensdaten ein und anschlieβend erstellt er pro Erzeugnis ein Umweltprofil, indem er die LZA-Daten einführt.

Es ist möglich, auf ein kollektives Umweltprofil zu verweisen, wenn dies schon in die Datenbank registriert wurde, vorausgesetzt, dass das kollektive Umweltprofil vom Inhaber genehmigt wurde. Dies ist nur möglich, wenn das kollektive Umweltprofil auch für Ihr Produkt repräsentativ ist.

Achtung: Die Umweltprofile ermöglichen keine Vergleiche zwischen Produkten nur aufgrund der Daten der Datenbank. Ein Material mit geringerer Umweltbelastung kann jedoch zu Gebäuden mit höheren Umweltauswirkungen führen, zum Beispiel weil dickere Mauern und Fundamente erforderlich sind.

Detaillierte Informationen darüber, welche EPDs zugelassen sind oder nicht, finden Sie in den allgemeinen Programmanweisungen des B-EPD-Programms

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