Gegenwärtig wird die biologische Vielfalt durch mehrere Faktoren gefährdet:

  • die Fragmentierung der Lebensräume;
  • invasive exotische Arten;
  • Überbewirtschaftung und übermäßiger Konsum (z. B. Überfischung);
  • Verschmutzung, z. B. durch Dünge- und Pflanzenschutzmittel;
  • den Klimawandel (FR/NL).

All das ist das Ergebnis menschlicher Aktivitäten und hat erhebliche Auswirkungen auf die Ökosysteme. Diese stellen Güter und Dienstleistungen, so genannte Ökosystemdienstleistungen, bereit, die unentbehrlich für unsere menschlichen Aktivitäten, unsere Wirtschaft, unser Wohlergehen und das Überleben unseres Planeten sind.

Schutz auf höchstem Niveau

Wie der Klimawandel ist auch die biologische Vielfalt Gegenstand verschiedener internationaler Übereinkommen.

Verschiedene Übereinkommen der Vereinten Nationen befassen sich mit der biologischen Vielfalt. So zielt beispielsweise das Übereinkommen CITES darauf ab, den Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzen zu regeln, um deren Aussterben zu verhindern.

Um den Verlust der biologischen Vielfalt auf ihrem Gebiet zu stoppen, setzt die Europäische Union die EU-Biodiversitätsstrategie für 2020 um. Ziel ist es, die biologische Vielfalt und die Ökosystemleistungen in der EU bis 2050 zu schützen, zu bewerten und wiederherzustellen.

Belgien hat seinerseits eine nationale Strategie definiert, die die im Land umzusetzenden Maßnahmen umfasst.

Die IPBES (der Weltbiodiversitätsrat) hat in seiner jüngsten internationalen Bewertung eine unerbittliche Beobachtung gemacht. Die biologische Vielfalt und die Ökosystemleistungen verschlechtern sich weltweit in immer stärkerem Maße. Ohne einen radikalen wirtschaftlichen, sozialen, politischen und technologischen Wandel ist es unmöglich, unsere Gesellschaft auf einem nachhaltigen Weg zu weiterzuführen. Der Bericht beschreibt daher mehrere Szenarien, in Abhängigkeit von den getroffenen Entscheidungen oder dem Ausbleiben von Entscheidungen.