Ihr Dossier in Zusammenhang mit Ihrem Arbeitsunfall wird entweder von uns oder von Ihrem Arbeitgeber betreut, das hängt von der Dauer Ihrer Abwesenheit ab.

Die Organisation, die Ihr Dossier verwaltet (wir oder ihr Arbeitgeber über Ihren behandelnden Arzt) entscheidet, ob Sie genesen sind oder ob bei Ihnen eine bleibende Arbeitsunfähigkeit besteht. Sie prüft auch, ob Ihre vorübergehende Arbeitsunfähigkeit tatsächlich mit Ihrem Arbeitsunfall zusammenhängt.


SIE SIND WENIGER ALS 30 KALENDERTAGE ABWESEND: IHR ARBEITGEBER BETREUT IHR ARBEITSUNFALLDOSSIER   

Wenn Sie weniger als 30 Kalendertage abwesend sind (vorübergehende Arbeitsunfähigkeit), haben wir grundsätzlich mit Ihrem Dossier nichts zu tun. Ihr Arbeitgeber betreut dann Ihr Dossier auf der Grundlage der ärztlichen Bescheinigung über die Genesung ohne bleibende Arbeitsunfähigkeit, die Sie von Ihrem Arzt ausfüllen lassen.

Ihr Arzt:

  • bestimmt das Datum der Konsolidierung der Verletzungen (das bedeutet, dass die Verletzungen sich stabilisiert haben und nicht mehr wesentlich verändern werden);
  • listet eventuelle Folgeerscheinungen des Unfalls auf;
  • prüft, ob eine eventuelle vorübergehende Arbeitsunfähigkeit mit dem Unfall zusammenhängt.

übermittelt diese ärztliche Bescheinigung über die Genesung an Ihren Arbeitgeber, der eine Genesungsmeldung ausstellt und Ihr Dossier offiziell abschließt.

Er übermittelt anschließend die Entscheidung über die Genesung ohne bleibende Arbeitsunfähigkeit an  Fedris über die Online-Anwendung Publiato. Wir werden anschließend automatisch über diese Entscheidung informiert.

Es ist daher wichtig, dass wir so schnell wie möglich über den Abschluss Ihres Dossiers informiert werden.

Wenn Sie nicht reagieren und keine ärztliche Bescheinigung über die Genesung ohne bleibende Arbeitsunfähigkeit übermitteln, wird Ihr Arbeitgeber wahrscheinlich eine Erinnerung per Einschreiben schicken. Wenn Sie darauf noch immer nicht reagieren, geht Ihr Arbeitgeber davon aus, dass Sie genesen sind und er Ihr Dossier abschließen kann.

Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie bleibend arbeitsunfähig sind und dies mittels eines medizinischen Gutachtens nachweisen können, übernehmen wir als medizinischer Dienst Ihr Dossier.

Zu diesem Zeitpunkt:

  • ermitteln wir den Grad der bleibenden Arbeitsunfähigkeit (oder Ihre Genesung);
  • überprüfen wir, ob Ihre Verletzungen (oder Ihr Ableben) medizinisch mit den gemeldeten Unfällen zusammenhängen;
  • legen wir das Datum der Konsolidierung Ihrer Verletzungen (also das Datum, ab dem wir davon ausgehen, dass Ihre Verletzungen sich nicht mehr verändern) fest;
  • bestimmen wir, zu welchem Grad Sie auf die Hilfe Dritter angewiesen sind und
  • überprüfen wir den Zusammenhang zwischen den Perioden vorübergehende Arbeitsunfähigkeit (Ihrer Abwesenheit) und Ihrem Arbeitsunfall.

 


SIE SIND 30 KALENDERTAGE ODER LÄNGER ABWESEND: MEDEX  BETREUT IHR ARBEITSUNFALLDOSSIER

Sobald wir auf der Grundlage der uns vorliegenden ärztlichen Bescheinigungen eine Arbeitsunfähigkeit von 30 Kalendertagen oder mehr (vorübergehende Arbeitsunfähigkeit) feststellen, übernehmen wir Ihr Dossier.

Prüfung des medizinischen Gutachtens

Sie werden eingeladen, im  medizinischen Zentrum Ihrer Region eine medizinische Untersuchung zu absolvieren.

Wenn Sie 2 Einladungen (die per Einschreiben versendet werden) nicht Folge leisten:

  • verfolgen wir das Verfahren nicht weiter;
  • informieren wir Ihren Arbeitgeber darüber;
  • Ihr Arbeitgeber trifft eine Entscheidung über die Genesung ohne bleibende Arbeitsunfähigkeit (Ihr Dossier wird also vom Arbeitgeber abgeschlossen);
  • Vorübergehende Abwesenheit, bei der wir keinen Zusammenhang mit Ihrem Arbeitsunfall feststellen können, wird als krankheitsbedingte Abwesenheit betrachtet. 

Wenn Sie nicht in der Lage sind, zu reisen, können Sie beantragen, daheim oder in der Einrichtung, in der Sie sich aufhalten, untersucht zu werden. Zu diesem Zweck müssen Sie eine ärztliche Bescheinigung an das medizinische Zentrum, das Ihr Dossier bearbeitet, schicken.

Dieses ärztliche Attest muss von Ihrem behandelnden Arzt ausgefüllt werden und dient dem Nachweis, dass es Ihnen nicht möglich ist, in das medizinische Zentrum zu kommen.

Wenn Ihr Arbeitsunfalldossier nicht nach der ersten Untersuchung abgeschlossen werden kann, können Sie wieder von unserem Arzt, der Ihr Dossier verwaltet, eingeladen werden. Er kann bei Bedarf zusätzliche Untersuchungen durch einen Spezialisten seiner Wahl beantragen. Die dabei entstehenden Kosten gehen zu unseren Lasten.

 

Entscheidung von Medex

Als medizinischer Dienst haben wir folgende Aufgaben:

  • Ermittlung des Grades der bleibenden Arbeitsunfähigkeit (oder Ihrer Genesung);
  • Überprüfung, ob Ihre Verletzungen (oder Ihr Ableben) medizinisch mit den gemeldeten Unfällen zusammenhängen;
  • Festlegung des Datums der Konsolidierung Ihrer Verletzungen (also das Datum, ab dem wir davon ausgehen, dass Ihre Verletzungen sich nicht mehr verändern) fest;
  • Überprüfung des Zusammenhangs zwischen den Perioden vorübergehender Arbeitsunfähigkeit (Ihrer Abwesenheit) und Ihrem Arbeitsunfall.

Wir formulieren einen Konsolidierungsvorschlag, wenn wir davon ausgehen, dass die Verletzungen sich stabilisiert haben und sich nicht mehr wesentlich verändern werden. Sie erhalten die Schlussfolgerungen unseres medizinischen Gutachtens.

Wenn Sie keine Einwände bezüglich unserer Entscheidung haben, werden die Schlussfolgerungen an Ihren Arbeitgeber übermittelt. Dieser schließt anschließend das Dossier ab.

Ihr Arbeitgeber übermittelt Ihnen einen Rentenvorschlag und schließt Ihr Dossier formell ab. Sobald er Ihr Dossier formell abgeschlossen hat, übermittelt er die „Arbeitsunfallregelung“ an  Fedris (über die Anwendung Publiato). Wir werden automatisch auf dem Laufenden gehalten.

TOP

 

Contact information

Medex (Verwaltung für ärztliche Begutachtung)

Victor Hortaplatz 40 Postfach 10

1060 Brüssel

Contact center Gesundheit: 02/524 97 97 (an Werktagen zwischen 8 bis 12 Uhr | 13 bis 16 Uhr)

Elektronisch formulier

Mail: medex@health.fgov.be