Wir teilen Ihnen unsere Entscheidung nicht direkt mit, da jedes Dossier vom medizinischen Qualitätsmanager - Abteilung Pensionen (oder seinem Stellvertreter) überwacht wird.

Nach der Überwachung erhalten Sie ein Schreiben mit unserer Entscheidung.

Dieser Brief umfasst drei Anlagen:

  • Anlage 1 enthält die medizinische Begründung der Entscheidung;
  • Anlage 2 ist ein Widerspruchsformular (weitere Informationen bezüglich der Widerspruchsverfahren);
  • Anlage 3 ist ein Einverständnisformular.

Unsere Entscheidung (ohne die medizinischen Begründungen) wird Ihrem Arbeitgeber offiziell mitgeteilt, sobald sie endgültig ist.

Eine Entscheidung ist endgültig nach:

  • Ablauf einer Widerspruchsfrist von 30 Kalendertagen (das Datum, bis zu dem Sie Widerspruch einlegen können, wird im Schreiben angegeben);
  • dem eventuellen Widerspruchsverfahren oder
  • nach Eingang Ihres Einverständnisses.

Wenn Sie mit unserer Entscheidung einverstanden sind und uns dies mitteilen, übermitteln wir Ihr Dossier so schnell wie möglich an Ihren Arbeitgeber und an den Föderalen Dienst Pensionen (FDP), also die Instanz, die für Ihr Pensionsdossier und die Zuweisung Ihrer Pension zuständig ist. 


ARBEITSFÄHIGKEIT

Wir können folgende Entscheidungen treffen:

 

Sie werden nicht für den vorzeitigen Ruhestand zugelassen (Entscheidung des Typs A) 

5 Entscheidungstypen sind möglich:

  • Die Ärzte stellen fest, dass Sie am Datum der Untersuchung die Arbeit bereits wieder aufgenommen haben  (Entscheidung des Typs A0).
  • Sie sind für einen normalen und regelmäßigen Dienst tauglich (Entscheidung des Typs A1).
  • Sie werden vorübergehend (einige Monate) für arbeitsuntauglich erklärt, jedoch nicht in den Ruhestand versetzt (Entscheidung des Typs A2). Wenn Sie die Arbeit nicht innerhalb der von uns festgelegten Frist wieder aufgenommen haben, kann Ihr Arbeitgeber einen neuen Antrag stellen.
  • Sie werden vorübergehend als für eine angepasste Arbeit tauglich eingestuft (Entscheidung des Typs A3). Diese Entscheidung wird hinsichtlich einer allmählichen Anpassung an die normale Arbeit getroffen. Wenn Sie nach der vorgesehenen Frist nicht in der Lage sind, Ihre normalen Tätigkeiten wieder aufzunehmen oder wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen keine angepasste Arbeit anbieten kann,  muss Ihr Arbeitgeber einen neuen Antrag auf eine Untersuchung stellen.
  • Sie werden für endgültig untauglich für die Ausübung Ihrer üblichen Tätigkeiten erklärt, aber für tauglich, bestimmte spezifische Aufgaben zu übernehmen, die wir ermittelt haben (Entscheidung des Typs A4). Wenn diese Entscheidung nicht zu einer Wiederaufnahme der Arbeit innerhalb einer angepassten Funktion führt, werden Sie automatisch (d. h., ohne erneute Untersuchung) 12 Monate nach dem Datum, an dem Sie über diese Entscheidung informiert wurden, für den Ruhestand zugelassen.

 

Sie werden vorübergehend für den vorzeitigen Ruhestand zugelassen (Entscheidung des Typs B)

Ihr vorübergehender vorzeitiger Ruhestand beginnt am 1. Tag des Monats, der auf unsere schriftliche Entscheidung folgt. Das genaue Datum geben wir im Entscheidungsschreiben an.

Sie werden für eine Periode von 6 bis 18 Monaten für den vorübergehenden Ruhestand zugelassen. Nach einer erneuten Untersuchung können wir beschließen, diesen vorübergehenden Vorruhestand in einen endgültigen Vorruhestand umzuwandeln oder Sie wieder für arbeitsfähig zu erklären. Wenn Sie nicht innerhalb von 24 Monaten für arbeitsfähig erklärt werden, wird der vorübergehende Vorruhestand automatisch in einen endgültigen Vorruhestand umgewandelt.

Sie (oder Ihr Arbeitgeber über den Pensionsdienst des öffentlichen Sektors) können eine erneute Untersuchung beantragen. Verwenden Sie dazu das Formular Antrag Untersuchung Pension.

In jedem Fall können Sie die Arbeit erst wieder aufnehmen, wenn die Pensionskommission Sie für arbeitsfähig erklärt hat.

 

Sie werden aufgrund einer endgültigen medizinischen Arbeitsunfähigkeit in den vorzeitigen Ruhestand entlassen (Entscheidung des Typs C)

Ihr vorübergehender vorzeitiger Ruhestand beginnt am 1. Tag des Monats, der auf unsere schriftliche Entscheidung folgt. Das genaue Datum geben wir im Entscheidungsschreiben an.

Wenn wir Sie in den endgültigen Ruhestand versetzen, sprechen wir auch von einer eventuellen Anerkennung einer schweren Behinderung und eines Grades des Verlusts von Autonomie.

 


ANERKENNUNG EINER SCHWEREN BEHINDERUNG UND DES GRADES DES VERLUSTS VON AUTONOMIE

Nur Personen, die endgültig für den vorzeitigen Ruhestand zugelassen wurden, sind von diesem Teil betroffen (Entscheidung des Typs C). Unser Arzt bringt diese Situation automatisch zur Sprache: Ihr Arbeitgeber und Sie erhalten also keinen separaten Antrag.

Die Anerkennung einer schweren Behinderung und eines Grades des Verlusts der Autonomie berechtigt Sie zu einer Zusatzpension.

Diese Anerkennung ist möglich, wenn:

  • Sie aufgrund Ihrer beruflichen Aktivität eine schwere Behinderung erleiden;
  • diese Behinderung Sie zwingt, Ihre berufliche Aktivität zu beenden und
  • Sie auf einer Skala mit 18 Punkten, die den Grad des Verlustes der Autonomie angibt, mindestens 12 Punkte erhalten.

 


ANERKENNUNG EINER SCHWEREN UND LANGFRISTIGEN KRANKHEIT

Wenden Sie sich an Ihren Arbeitgeber, um zu erfahren, ob Ihre Arbeitsregelung (oder ihr Status) die Möglichkeit einer solchen Anerkennung vorsieht (das trifft für die meisten föderalen öffentlichen Dienste zu und gilt manchmal für Lehrpersonal).

Wenn diese Möglichkeit vorgesehen ist, werden unsere Ärzte auch über diesen Punkt entscheiden.

Wenn wir zu dem Schluss gelangen, dass Sie tatsächlich an einer schweren und langfristigen Krankheit leiden, haben Sie Anspruch auf ein Wartegeld in Höhe des letzten Gehalts, das Sie bezogen, als Sie noch arbeiteten.

Dieses Recht tritt rückwirkend ab dem ersten Tag der Zurverfügungstellung in Kraft.

 

Was ist eine schwere und langfristige Krankheit?

Was die Interpretation des Begriffs „schwer und langfristig“ betrifft, gibt es keine Einschränkungen. Die Interpretation wird den Ärzten der Rentenkommission überlassen. Die ärztliche Diagnose an sich ist kein unanfechtbarer Grund, diese finanziellen Vorteile zu gewähren. Auch die Schwere der funktionellen Folgen der medizinischen Erkrankung wird berücksichtigt.

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