Verschiedene föderale Behörden spielen beim Schutz der biologischen Vielfalt eine nicht ganz unwichtige Rolle. Ein gutes Beispiel ist die Mobilität: Schiffe, Züge und LKW transportieren, häufig ohne es zu wissen, exotische Arten, die eine Gefahr für unsere heimische Flora und Fauna bilden. Ein anderes Beispiel ist der CO2-Ausstoß der Fahrzeuge, der mitverantwortlich für die Klimaerwärmung ist. Biokraftstoffe (HTML) sind eine mögliche Lösung, um die Auswirkungen dieser Faktoren zu verringern. Großflächige Anpflanzungen für bioenergetische Zwecke können dramatische Folgen haben, wenn sie Ökosysteme mit einer umfangreichen biologischen Vielfalt ersetzen. Daher müssen die Synergien zwischen der biologischen Vielfalt und der Bekämpfung des Klimawandels unbedingt verstärkt werden.

Die GD Umwelt hat beschlossen, die Initiative zu ergreifen. Ihr Ziel: eine weitere Integration der biologischen Vielfalt in die politischen Strategien der föderalen Behörde. Sie hat mit enger Hilfe der betroffenen Experten den Föderalen Plan 2009-2013 zur Integration der Biodiversität in 4 föderalen Schlüsselsektoren. Dieser Plan nennt mehr als 70 konkrete Aktionnen um die biologische Vielfalt in vier Schlüsselbereiche zu integrieren: der Transport, die Wissenschaftspolitik, die Entwicklungszusammenarbeit und die Wirtschaft. Der Ministerrat hat diesen föderalen Plan in November 2009 zur Kenntnis genommen.

Konkrete Massnahmen : einige Beispiele

Ökonomie : exotische Arten können eine Gefahr für die Biodiversität stellen und Schaden an die Ökonomie oder Volksgesundheit bringen. Um ihr Intrusion zu vorkommen werden juridische Massnahmen getroffen um Importation und Halt zu verbieten, falls sie eine wichtige und bewiesene Gefahr für die Umwelt darstellen. Es betrifft z.B. den Stierfrosch und manche Wasserpflanzen. Belgien bewacht auch den Respekt der Umweltkriterien in Sachen Biodiversität im Bereich der Produktion und Importation von Biobrandstoffen. 

Entwicklungshilfe : illegaler Holzhandel ist eine der Tragödien das die Biodiversität ruiniert, insbesondere in tropischen Regionen. Mit Hilfe der Weltbank und der europäischen Kommission wird Belgien eine wichtige Rolle im Kampf gegen dieses Phänomen, u.a. in der Demokratischen Republik von Congo (RDC). Unser Land kann z.B. die Inbewustnahme der Waldinwohner

Was die Transporte betrifft, so geht die größte Gefahr von den invasiven exotischen Arten aus. Eine bessere Kontrolle der Ein- und Ausfuhren würde die Gefahren für die Flora und Fauna in Belgien verringern.
Weitere Informationen zur föderalen Verkehrspolitik (WEB).

Die Wissenschaftspolitik könnte die biologische Vielfalt zu einem ihrer Hauptthemen machen, etwa durch ihre Einbeziehung in öffentlich finanzierte Programme und wissenschaftliche Kampagnen, z. B. Studien zur Forstwirtschaft und zur Desertifikation sowie zur Verbesserung der Datensammlung über Satellit.
Weitere Informationen zur föderalen Wissenschaftpolitik (WEB).

Diese beiden Beispiele sind auch auf die Entwicklungszusammenarbeit anwendbar. Der Schutz der reichen biologischen Vielfalt in den südlichen Ländern und die Verhinderung von Beeinträchtigungen dieser Vielfalt infolge von Entwicklungsprojekten sind zwei Aspekte, die im Rahmen der internationalen Solidarität berücksichtigt werden müssen.
Weitere Informationen zur föderalen Entwicklungszusammenarbeitspolitik (WEB).

Die Wirtschaft schließlich wird oft als Feind der Umwelt betrachtet. Das wirtschaftliche Kapital wächst seit Jahrzehnten, zu Lasten des natürlichen Kapitals, das ständig weniger wird. Seit dem Gipfel von Rio haben die einzelnen Länder allerdings einen Hoheitsanspruch auf ihre eigenen natürlichen Ressourcen. Wenn ein Unternehmen also z. B. das Potenzial einer Heilpflanze nutzen will, muss es zunächst das Einverständnis des Herkunftslandes haben und sich mit ihm über die Verteilung der materiellen und nicht materiellen Vorteile verständigen.

Dieser Prozess der Integration ist eine logische Folge der nationale Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt (.PDF). In dieser auf zehn Jahre (2006-2016) angelegten Strategie ist festgelegt, welches die Prioritäten Belgiens bei der Bekämpfung des Rückgangs der biologischen Vielfalt bis 2010 sein werden. Siehe 'Die nationale Strategie (HTML)'