Kontakt zu Gleichaltrigen in der psychischen Gesundheitspflege


Menschen mit psychischer Verletzlichkeit können bei anderen Unterstützung und Anerkennung finden. Der Erfahrungsaustausch mit Menschen, die ähnliche Herausforderungen durchgemacht haben, kann sich positiv auf den Genesungsprozess auswirken.
 
Der Mehrwert dieser Art von Peer-Kontakten wird in der aktuellen Praxis der psychischen Gesundheit jedoch immer noch unterschätzt. Studien zeigen jedoch sowohl direkte als auch indirekte positive Auswirkungen, selbst wenn sie außerhalb des traditionellen Betreuungskontexts organisiert werden.
 
Der Hohe Gesundheitsrat betont jedoch die Notwendigkeit eines strukturellen Rahmens, insbesondere wenn es immer mehr formelle Beratung gibt, bei der ein Experte aus Erfahrung andere Patienten aktiv unterstützt. Dieser Rahmen dient sowohl dem besseren Schutz des Patienten und des Beraters als auch der Gewährleistung der Qualität der Beratung. Ein anerkanntes Statut, in dem auch eine eventuelle Entschädigung festgelegt werden kann, ist notwendig, um die Organisation der Kontakte von Leidensgenossen weiter zu professionalisieren.
 
Dieser Ratschlag gibt politischen Entscheidungsträgern und Gesundheitsdienstleistern Instrumente an die Hand, um den Kontakt zu Leidensgenossen anzuerkennen und in die psychische Gesundheitsversorgung zu integrieren. Der Hohe Gesundheitsrat fordert zum Beispiel dringend

  • in die Ausbildung von Beratern für Leidensgenossen zu investieren,
  • die Entwicklung von Leitlinien und Qualitätsstandards für den Kontakt mit Gleichbetroffenen und
  • strukturelle Unterstützungsmechanismen für den Sektor zu schaffen.
     

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