Die biologische Vielfalt bildet als Lebensgrundlage der Erde und unserer sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten ein komplexes Netzwerk, das den Ablauf von Naturprozessen, wie die Erzeugung von Sauerstoff oder das Filtern von Wasser, sicherstellt. Aber die biologische Vielfalt dient auch dem Menschen (Ökosystemdienstleistungen). Unsere derzeitigen Verbrauchs- und Produktionsmuster stellen jedoch eine Belastung für unsere Zukunft dar. Sie sind für die Erschöpfung unserer natürlichen Ressourcen, der biologischen Vielfalt und der Ökosystemdienstleistungen verantwortlich. Zum Erhalt der biologischen Vielfalt gehört mehr als nur der Schutz und Erhalt der Natur. Eine nachhaltige Nutzung unserer Ökosysteme und eine gerechte Aufteilung der aus der Ausbeutung natürlicher Ressourcen erhaltenen Vorteile und Gewinne gehören ebenfalls dazu.

Um dieser Situation Abhilfe zu schaffen, muss in der Produktion und beim Verbrauch nachhaltig (ohne die Zukunft der kommenden Generationen zu gefährden) und gerecht (mit dem Respekt aller) gehandelt werden.

Im Rahmen der Umsetzung des Föderalen Plans 2009 - -2013 für die Integration der biologischen Vielfalt in 4 föderalen Hauptsektoren hat der FÖD Volksgesundheit, Sicherheit der Nahrungsmittelkette und Umwelt eine Studie unter dem Titel „Verbrauchsmuster und biologische Vielfalt: Verbraucherverhalten und ihr Wissen und Feingefühl in Bezug auf die biologische Vielfalt“ durchgeführt.

Das allgemeine Ziel dieser Studie bestand darin, die vom Föderalstaat umzusetzenden Maßnahmen festzulegen, um die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen für Privatpersonen in eine bestimmte Richtung zu lenken und/oder zu verändern und somit die biologische Vielfalt, die Ökosysteme und die Ökosystemdienstleistungen zu erhalten bzw. wiederherzustellen.

Genauer betrachtet diente die Studie dazu:

• das derzeitige Wissen und Verständnis in Bezug auf die biologische Vielfalt zu ermitteln;
• die (aktuellen und gewünschten) Hauptinformationsquellen zu bestimmen;
• die größten Sorgen der Belgier hinsichtlich der biologischen Vielfalt kennenzulernen;
• das (aktuelle und potenzielle) Beteiligungs- und Unterstützungsniveau der Belgier hinsichtlich der biologischen Vielfalt zu messen (Beachtung im Alltag, persönliche Handlungen,...) ;
• etwas über die Kenntnisse und das Vertrauen der Verbraucher in Bezug auf Marken/Schilder/Label für die Erhaltung der biologischen Vielfalt herauszufinden;
• die (derzeitigen und potenziellen) Motivationsgründe und Hindernisse für „verantwortungsvollere“ Verbraucherverhalten hervorzuheben.
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Die gesamte Studie (auf Französich) sowie eine Zusammenfassung (auf Englisch) sind verfügbar.