Jeden Tag zehren wir kostenlos von den Dienstleistungen der Natur (Ökosystemdienstleistungen). Unsere derzeitigen Verbrauchs- und Produktionsmuster sind für die Erschöpfung unserer natürlichen Ressourcen und der biologischen Vielfalt verantwortlich, die für das Fortbestehen der Ökosystemdienstleistungen unabdingbar ist. Zum Erhalt der biologischen Vielfalt gehört mehr als der Schutz und die Bewahrung der Natur. Unsere Ökosysteme müssen auch nachhaltig genutzt werden. Um dieser Situation Abhilfe zu schaffen, muss in der Produktion und beim Verbrauch nachhaltig (ohne die Zukunft der kommenden Generationen zu gefährden) und gerecht (mit dem Respekt aller) gehandelt werden.

In welchem Verhältnis stehen unsere Verbrauchs- und Produktionsweisen, die biologische Vielfalt und die Dienstleistungen der Natur zueinander? Was muss man machen, um den Markt mithilfe der biologischen Vielfalt zu optimieren, ohne diese dabei zu verlieren?

Diese Fragen wurden im Rahmen von 2 Studien und bei der Tagung „Auf welche(n) Markt/Märkte gehört die biologische Vielfalt?“ behandelt, die der FÖD Volksgesundheit, Sicherheit der Nahrungsmittelkette und Umwelt am 10. Dezember 2013 organisiert hat.

Diese beiden föderalen Studien wurden im Rahmen des „Föderalen Plans 2009-2013 für die Integration der biologischen Vielfalt in 4 föderalen Hauptsektoren“ und der föderalen und internationalen Politik in Bezug auf die Erhaltung der biologischen Vielfalt und der natürlichen Ressourcen durchgeführt.

Die erste heißt: „Verbrauchsmuster und biologische Vielfalt: Verbraucherverhalten“ und zeigt, wie die Föderalregierung die biologische Vielfalt, die Ökosysteme und die Ökosystemdienstleistungen fördern kann, indem sie Maßnahmen ergreift, die die Nachfrage der Verbraucher und Bürger nach Gütern und Dienstleistungen verändern soll.

Die zweite Studie mit dem Titel „Wirtschaftlicher Übergang: Verbrauchs- und Produktionsmuster: Die Hauptakteure des Marktes zur Integration der biologischen Vielfalt ermutigen“ hat zum Ziel, die Marktakteure, insbesondere die Unternehmen und Verbände der Sektoren, nachhaltige Verbraucher- und Produktionsmodelle vorzuschlagen und das Potenzial der nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt für einen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Gewinn zu erkennen. Die Studie schlägt eine Reihe von Instrumenten vor, die von der Föderalregierung unterstützt werden könnten.

Bei der Tagung wurden drei Themen anhand von Fallstudien behandelt und mit folgenden Merkblättern veranschaulicht (nur auf Französisch und Niederlândisch):
> Pflanzliche Öle
> Produkte biologischen Ursprungs
> Natürliche Stoffe

Die Beziehung zwischen diesen Themen und den Banken und Versicherungen werden im entsprechenden Themenblatt beschrieben.

Nachstehend finden Sie die Ergebnisse dieser Tagung  (nur auf Französisch und Niederlândisch):
 Erkenntnisse der Tagung
 Bericht über die Diskussionsrunden