Das weltweite Wachstum der Wirtschaft und der Bevölkerung (9 Milliarden bis 2050) üben einen ständig und schneller zunehmenden Druck auf die natürlichen Ressourcen der Erde aus. Verwenden wir die Ressourcen weiterhin wie bisher, brauchen wir für unsere Versorgung im Jahre 2050 mehr als zwei Erden.

Die natürlichen Ressourcen (Brennstoffe, Mineralien, Metalle, Wasser, Biomasse, saubere Luft usw.) und die ökosystemischen Dienstleistungen sind für unsere Gesundheit und unsere Lebensqualität unabdingbar. Sie sind ebenso wesentlich für die Entwicklung unserer industrialisierten Wirtschaften. Doch die Ressourcen sind mengenmäßig begrenzt.

Der harte Wettbewerb weltweit um die Ausbeutung, die Beschaffung und die Verwaltung bestimmter Ressourcen führt zu Verknappung, Preisinstabilität, Beeinträchtigung der Ökosysteme und Veränderung des Klimasystems.

Aus diesem Grund sollten unsere Art und Weise der Produktion und des Verbrauchs verändert werden, damit die Ressourcen der Erde nachhaltiger genutzt und die negativen Auswirkungen auf die Umwelt gemindert werden. Dies impliziert eine Wertschöpfung mit weniger Material und ein anderes Konsumverhalten.
Um dies zu erreichen, müssen die verschiedenen Wirtschaftsakteure (Unternehmen, Verbraucher und öffentliche Hand) ihr Verhalten grundlegend ändern. Auf welche Weise?

Die Europäische Union war es gewesen, die diese Selbstbetrachtung der Nutzung der natürlichen Ressourcen angestoßen hatte. 

Hier einige Maßnahmenbeispiele zur Minderung des Drucks auf die Ressourcen:
- Steigerung des Materialrecyclings und Wiederverwertung der Bestandteile der Produkte
- Ersatz der kritischsten Ressourcen durch andere, die effizienter und während ihres gesamten Lebenszyklus weniger belastend für die Umwelt sind (d.h. in allen Phasen von Abbau über Transport, Umwandlung, Verbrauch bis hin zur Entsorgung der Abfälle).
- Verlängerung der Nutzungsdauer der Produkte
- Stärkung der Wiederverwendung oder des Austauschs der Produkte. 

Die effiziente Nutzung der Ressourcen muss auf alle natürlichen Ressourcen Anwendung finden. Sie muss sich daher auch auf Nahrungsmittelprodukte, Fischbestände, Nutzböden, Holz, Wasser, saubere Luft, Biomasse und Ökosysteme beziehen. 

Diese Effizienzanforderung darf jedoch nicht um jeden Preis umgesetzt werden. Wir müssen die neuen Risiken zunächst genau kennenlernen.