Chemische Produkte sind Teil unseres täglichen Lebens. Wir gebrauchen regelmäßig Reinigungsmittel, Waschmittel, Bleichmittel, Antikalksprays, Abflussreiniger, Farben etc. Doch der Gebrauch ist nicht risikofrei: verschiedene Umwelt- und Volksgesundheitsprobleme sind dem Gebrauch von Chemikalien in unserem Lebensraum zuzuschreiben.

Wie können Sie sich selbst und Ihre Familie schützen?
In der Rubrik „Einstufung und Kennzeichnung“ finden Sie mehr Informationen zu den Piktogrammen, die auf Kennzeichnungsetiketten von chemischen Produkten stehen, sodass Sie über die möglichen Gefahren und den jeweiligen Schutz Bescheid wissen. Der falsche Gebrauch von Chemikalien kann zu ernsten Unfällen und diversen Gesundheitsproblemen führen, so wie Atemwegsinfektionen und Augenreizungen. Sie finden dort auch Informationen bezüglich Alternativen zu chemischen Produkten in Ihrem Haushalt oder Garten.

Strenge Normen
Chemikalien sind strengen Normen unterworfen, um den Verbraucher zu schützen. Deshalb veröffentlichte Europa die Verordnung zur Registrierung, Evaluation und Zulassung von Chemikalien (REACH), um die Risiken der Herstellung und des Gebrauchs von Chemikalien für die Umwelt und die Gesundheit einzuschränken.

Pestizide oder Pflanzenschutzmittel sind chemische Produkte, die in der Landwirtschaft und im Garten gebraucht werden, um Pflanzenkrankheiten und Plagen zu bekämpfen. Um den Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln sicherer zu gestalten, gibt es spezifische rechtliche Regeln. In der Rubrik „Pestizide“ und auf der Webseite www.fytoweb.be finden Unternehmen Informationen bezüglich der Bedingungen, die Pflanzenschutzmittel erfüllen müssen.

Biozide sind chemische oder biologische Produkte, die unerwünschte oder schädliche Organismen, wie Ameisen, Wespen, Mücken, Fliegen, Schimmel oder Bakterien abwehren oder töten. Man gebraucht sie im oder rund ums Haus. Es gibt eine besondere Gesetzgebung für Biozide. In der Rubrik „Biozide“ finden Sie allgemeine Informationen und Erläuterungen bezüglich der Verpackung und Kennzeichnung. Auch Unternehmen finden dort Erklärungen zu Prozeduren des Inverkehrbringens sowie zu spezifischen Zulassungen zum Gebrauch und Verkauf von Bioziden.

Düngemittel sind Chemikalien, die dafür sorgen, dass Pflanzen besser wachsen oder produzieren. Auch Düngemittel können bei falschem Gebrauch gefährlich sein und die Umwelt belasten. Allgemeine Informationen und die einschlägigen Rechtsvorschriften finden Sie unter der Rubrik „Düngemittel“.

Es besteht auch eine separate Prozedur für den Informationsaustausch bezüglich des Imports und Exports von giftigen Chemikalien. Darüber lesen Sie mehr in der Rubrik „Import und Export (PIC)“.

Informationen über ozonzerstörende Gase und fluorierte Gase die das Treibhauseffekt beinflussen finden Sie auf www.klimaat.be / www.climat.be (auf FR und NL).

Beispiele gefährlicher Chemikalien
 

Asbest, Quecksilber, manche Phtalate (Weichmacher die in vielen Kunststoffprodukten gebraucht werden), bromierte Flammschutzmittel und Bisphenol A (eine chemische Komponente, die bei der Produktion bestimmter Kunststoffsorten verwendet wird) sind Beispiele von Schadstoffen.
Sind Nanomaterialen (äußerst kleine Materialien) schädlich für Mensch und Umwelt? Mehr Erläuterungen zu Nanomaterialen, ihre Verwendung, Risiken und die Rolle der Regierung finden Sie unter der Rubrik „Nanomaterialien“.
Langlebige Organische Schadstoffe (POPs) sind Chemikalien, die nur schwer abbaubar und besonders schädlich für die Volksgesundheit und die Umwelt sind. Beispiele und einschlägige Rechtsvorschriften finden Sie unter der Rubrik „Langlebige Organische Schadstoffe (POPs)“.


Für dringende medizinische Fragen: Antigiftzentrum: www.poisoncentre.be, 070 245 245 (Erste Hilfe).