Der belgische Teil der Nordsee ist klein und stark belastet, denken wir nur an Seefischerei, Verteidigung, Sandabbau, Schifffahrt, Windparks, Pipelines und Seekabel usw. Der Raumordnungsplan Meeresumwelt dient der Vereinbarung der verschiedenen Interessen.

Der Meeresumwelt Raumordnungsplan ist ein Verfahren, das den verfügbaren Meeresraum bestimmten Akteuren innerhalb bestimmter Fristen zuordnet und gleichzeitig dafür sorgt, dass die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Ziele erreicht werden. In dieser Hinsicht sind die Vorstellungen, die man von den Ökosystemen hat, und die Beteiligung aller betreffenden Parteien von grundlegender Bedeutung.

Ein Raumordnungsplan Meeresumwelt für den belgischen Teil der Nordsee

Der Minister für die Nordsee hat die Initiative ergriffen um einem Raumordnungsplan Meeresumwelt zu etablieren. Dies ist passiert in einer großer Konsultation mit den öffentliche Dienstleistungen und den beteiligten Akteuren gründet mit allen wissenschaftlichen und sozioökonomische Informationen.
Der Königliche Erlass vom 20sten März 2014 verankert den Raumordnungsplan Meeresumwelt. Hier können Sie die Zusammenfassung des Königlichen Erlasses der den Raumordnungsplan Meeresumwelt feststellt finden. Außerdem finden sie hier auch seine Vier Anhänge.

Der Plan ist in einem sehr zugänglichem Stil zusammengefasst in der Broschüre ‚Something is moving at sea… A marine spatial plan for the Belgian part of the North Sea‘.

Belgien ist ein Meeresumwelt Raumordnungsplan -Pionier 

Die wissenschaftliche Untersuchung “Un océan d'espace" hat die Tätigkeiten im belgischen Teil der Nordsee erfasst, eine erste Analyse der Wechselwirkungen dieser Tätigkeiten vorgenommen und den Weg zu einem Strukturplan zur nachhaltigen Bewirtschaftung des belgischen Teils der Nordsee geebnet.

Unter der Federführung des damaligen Nordseeministers war ein "Masterplan für die Nordsee" auf Grundlage einer Reihe ministerieller Empfehlungen in 2003 und 2004 verabschiedet worden. In einer ersten Phase (2004) waren bestimmte Abbaugebiete für Sand und Kies und eine Zone für die Genehmigung von Windparks abgegrenzt worden (nach den Bestimmungen des Königlichen Erlasses vom 17. Mai 2004). Mit der zweiten Phase (ab 2005) sind die von den Richtlinien "Vögel" und "Lebensräume" vorgesehenen Gebiete auf dem Meer eingerichtet worden (nach den Bestimmungen des Königlichen Erlasses vom 14. Oktober 2005).
 
Internationale und europaweite Beachtung des AEM

2008 veröffentlichte die Europäische Kommission die Mitteilung "Fahrplan für die maritime Raumordnung: Ausarbeitung gemeinsamer Grundsätze in der EU". Dieses Dokument stellte einen starken Antrieb für die Planung der maritimen Raumordnung in den Mitgliedstaaten dar. Die IOC der Unesco fordert ebenfalls eine maritime Raumordnung, unter anderem durch Veröffentlichung von "Marine Spatial Planning" Step-by-Step Approach for Marine Spatial Planning toward Ecosystem-based Management" (Maritime Raumordnungsplanung. Progressive Vorgehensweise für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Ökosysteme).

Auf dem Weg zu einem neuen AEM im belgischen Teil der Nordsee

2010 bestimmte der Politikvorschlag des damaligen Staatssekretärs für Nordseepolitik, dass "Initiativen ergriffen werden müssen, damit der Prozess einen guten Platz in den politischen Agenden einnimmt". Der Dienst Meeresumwelt hat die Initiative übernommen, diesem Engagement eine Form zu verliehen.

Seit 2012 nimmt der marine Raumordnungsplan einen wichtigen Platz in der politischen Agenda ein. Der Planungsprozess hat eine rechtliche Basis erhalten, da dieser Plan jetzt rechtsverbindlich gestaltet werden kann. Das Gesetz über die Meeresumwelt vom 20. Juli 2012 hat die Modalitäten eines marinen Raumordnungsplans für die belgischen Gewässer angepasst und festgelegt. Außerdem ist der Titel des Gesetzes selbst an diese letzte Änderung angepasst worden in "Gesetz zum Schutz der Meeresumwelt und zur marinen Raumplanung unter der Rechtshoheit Belgiens".

Ein Königlicher Erlass vom 13. November 2012 regelt die Einrichtung einer Beratungskommission und das Verfahren zur Annahme eines marinen Raumordnungsplans für die belgische Meeresumwelt. Der marine Raumordnungsplan wird endgültig in einem neuen Königlichen Erlass verankert werden.