Holz ist ein natürlicher Rohstoff, der breite Verwendung findet. Holz und Holzprodukte werden als Baumaterial verwendet (Fertigbauteile, Platten, Dachgebälk, Bodenbeläge und Holzverkleidungen usw.), für die Herstellung von Möbeln und Gegenständen, für Verpackungsmaterialien, zum Heizen und für die Zellstoff- und Papierproduktion.

GESETZLICHE VERPFLICHTUNGEN.

Angesichts der umfangreichen Probleme im Zusammenhang mit dem illegalen Holzeinschlag haben die Mitgliedstaaten der EU spezifische Rechtsvorschriften erlassen, um das Inverkehrbringen von illegal gewonnenem Holz auf dem Markt der Gemeinschaft zu verhindern.

- Die „FLEGT“-Verordnung 2173/2005 (EG) lässt die Einfuhr von Holz aus den Erzeugerländern auf Grundlage „freiwilliger Partnerschaftsabkommen (VPA)“ zu, die bilateral mit der Europäischen Union geschlossen wurden.

- Die „Holzverordnung“ 995/2010 (EG), auch EU Timber Regulation (EUTR) genannt, verbietet das Inverkehrbringen von illegal gewonnenem Holz oder von Produkten aus diesem Holz. Sie verlangt von allen Unternehmern (d.h. alle natürlichen oder juristischen Personen, die Holz zum ersten Mal auf den Markt bringen), dass sie einen Verfahrensrahmen und Maßnahmen einhalten, um die Rechtmäßigkeit ihres Holzes zu garantieren. Händler sind verpflichtet, die Verfolgbarkeit des Holzes zu gewährleisten.

Neben diesen spezifischen Rechtsvorschriften finden sich bestimmte Holzarten auch in den Anhängen zum CITES-Übereinkommen, das auf Grundlage eines Genehmigungsverfahrens für Import und Export darüber wacht, dass der internationale Handel mit freilebenden Tieren und Pflanzen diese Arten nicht in ihrem Bestand bedroht.

LABELS FÜR HOLZ

Der Verbraucher oder der Händler, der zusätzliche Garantien für das Holz wünscht, das er kauft, kann sich auf die Labels beziehen, die für diese Produktart existieren und die ihre eigenen Grundsätze haben. Der FÖD Volksgesundheit, Sicherheit der Nahrungsmittelkette und Umwelt unterstützt die freiwillige Zertifizierung über eine Sektorvereinbarung, um zu erreichen, dass bis 2018 35% der Produkte des Holzmarktes aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen.