Am 26. März 2019 haben die belgischen öffentlichen Dienste (FÖD Wirtschaft und FÖD Volksgesundheit) zusammen mit der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) eine Veranstaltung über die Substitution vom Bisphenol A (BPA) in Thermopapier organisiert.

Im Dezember 2016 beschloss die Europäische Kommission, die Verwendung von BPA in Thermopapier in der EU einzuschränken. Dieses Verbot wird 2020 in Kraft treten. Infolge dieser Einschränkung müssen die Hersteller von Thermopapier BPA ersetzen. Aufgrund möglicher Risiken für die Gesundheit und die Umwelt werden jedoch verschiedene Alternativen untersucht (z.B.. Bisphenol S, D-8, Pergafast®201).

Der Workshop wurde konzipiert, um Akteure aus der Lieferkette für Thermopapier zusammenzubringen, um:

  • die verfügbaren Alternativen zu BPA in Thermopapier, ihre Gesundheits- und Umwelttoxizitätsprofile, ihren ordnungsgemäßen Statut, ihre technische Leistungsfähigkeit und die Notwendigkeit von Produktanpassungen im Endprodukt vorzustellen und zu besprechen;
  • neue Alternativen und damit zusammenhängende Testbedürfnisse zu besprechen;
  • Herausforderungen sowie Bedürfnisse und Möglichkeiten für die multisektorale Zusammenarbeit auszutauschen, um die Annahme nachhaltiger Alternativen zu erhöhen;
  • gemeinsame nächste Schritte zur Förderung der Entwicklung und der Annahme nachhaltiger Alternativen zu identifizieren.

Teilnehmer an dem Workshop:

55 Teilnehmer waren anwesend: Hersteller von chemischen Alternativen zu BPA in Thermopapier, aber auch Hersteller von Thermopapier, Verarbeiter und Anwender von Thermopapier (z.B. Einzelhändler), Forschungsinstitute aus dem Gelände, Regulierungsinstanzen, Vertreter von NGOs, Gewerkschaften, Berufsverbände und andere an dem Thema interessierte Akteure.

Präsentationen:

Introduction by the Belgian REACH competent authority

Präsentationen von einigen Anbietern von Alternativen:

Slides eines Verarbeiters von Thermopapier:

Präsentation der Erfolgsgeschichte eines großen Einzelhändlers beim Ausstieg aus der Verwendung von BPA aus Thermopapier (Coop Denmark)

Presentation by a trade union (ETUC)

Präsentationen von Behörden:

Concluding highlights from the European Chemical Agency (ECHA)

Gruppendiskussionen:

Am Nachmittag wurden die Teilnehmer in Gruppen eingeteilt, um sechs Fragen zu besprechen. Die Ergebnisse der Diskussionen werden im Folgenden zusammengefasst:

  1. What additional knowledge or information does each type of stakeholder need to advance the adoption of safer and more sustainable thermal papers?
  2. Who are the key stakeholders within the supply chain able to drive the shift of the market to safer and more sustainable thermal papers?
  3. What are the drivers for substitution to more sustainable thermal papers?
  4. What are the next steps to be undertaken by each type of stakeholder to move to safer and more sustainable thermal papers? Is there a need for collaboration?
  5. How about the use of new technologies (e.g. electronic receipts) in replacing thermal papers? What are the areas of potential applications, the opportunities and challenges linked to those?
  6. What are the barriers for adoption of safer alternatives?

Haftungsausschluss: Die Zusammenfassung der Diskussionen spiegelt nicht unbedingt die Meinung der einzelnen Teilnehmer oder der Organisatoren wieder.

Schlussbemerkungen der Organisatoren:

Ein Dialog zwischen den verschiedenen Akteuren der Lieferkette für Thermopapier und den Vertretern der verschiedenen Behörden wurde eingeleitet. Dieser Dialog hat es ermöglicht, die Aufmerksamkeit auf wichtige Themen zu lenken, die nicht immer für alle Beteiligten offensichtlich sind. Die für REACH in Belgien zuständige öffentliche Einrichtung (FÖD Volksgesundheit, Sicherheit der Nahrungsmittelkette und Umwelt) und der FÖD Wirtschaft haben sich verpflichtet, an einer nachhaltigen Substitution zu arbeiten. Nicht nur der Dialog zwischen den verschiedenen Akteuren ist entscheidend, sondern auch Aktionen. In den kommenden Jahren werden die belgischen Behörden in Zusammenarbeit mit der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) und anderen Behörden an diesem Thema arbeiten (Bewertung bestimmter Alternativen zu Bisphenol A, Kommunikation usw.).

Der Report des Workshops kann hier gedownloaded werden