Holz ist nicht nur ein wichtiges Bauprodukt, sondern auch ein wichtiger Grundstoff für andere Produkte wie Papier, Möbel, Spielzeug etc. Um den Druck der Holzgewinnung auf die Umwelt zu verringern, wird immer mehr nachhaltige Waldbewirtschaftung betrieben. Aber woher können Sie wissen, ob das Produkt, welches sie kaufen, aus einem nachhaltig bewirtschafteten Wald stammt?

Dafür gibt es zum Glück Umweltzeichen. Momentan bestehen zwei gängige Labels für zertifiziertes Holz: FSC und PEFC

logo FSC

Das FSC-Label verweist auf das „Forest Stewardship Council“, eine unabhängige internationale nichtstaatliche Organisation (NGO), die 1993 gegründet wurde und von zahlreichen sozialen Organisationen und Umweltbewegungen, Holzimporteuren, Holzhändlern und Holz verarbeitenden Unternehmen, Forstwirten sowie Organisationen, die für die Rechte indigener Völker eintreten, unterstützt wird. Das FSC wirbt in der ganzen Welt für eine ökologisch verantwortliche Waldbewirtschaftung mit sozialer Dimension, die gleichzeitig wirtschaftlich vertretbar ist (siehe FSC Belgium (www.fsc.be) und FSC Worldwide (www.fsc.org) (nur auf Englisch verfügbar)). Auch tropische Holzarten können ein FSC-Label tragen.

logo PEFC

Das PEFC-Label verweist auf das PEFC Council („Programme for the Endorsement of Forest Certification schemes“), eine unabhängige nichtstaatliche gemeinnützige Organisation, die 1999 auf Initiative der europäischen Holzindustrie entstand. Das PEFC-Council wirbt für die Zertifizierung von nachhaltiger Waldbewirtschaftung (siehe FSC Belgium (www.fsc.be) und FSC Worldwide (www.fsc.org) (nur auf Englisch verfügbar).
Inzwischen ist die Auswahl an zertifizierten Holzarten ein ganzes Stück größer geworden, und Suchmaschinen auf den Internetseiten des FSC-Label sowie des PEFC-Label helfen dem Interessenten bei der Suche nach dem gewünschten Holz. Die Arbeit mit zertifiziertem Holz erfordert eventuell einen (leichten) Mentalitätswandel. Wer nach einer speziellen Holzart sucht (zum Beispiel Massaranduba), wird bei den zertifizierten Hölzern unter Umständen nicht fündig. Wer aber vom Anwendungsbereich und den technischen Anforderungen ausgeht, die das Holz erfüllen muss (zum Beispiel Haltbarkeitsklasse, Dichte u. a.), kann sich in der Regel zwischen mehreren Holzarten entscheiden.
Lesen Sie mehr über die beiden Labels in der Broschüre „Machen Sie den Unterschied und ziehen Sie zertifiziertes Holz vor“.

Die belgische Regierung trägt auch ein Stückchen zur Förderung von nachhaltig produziertem Holz bei. 2011 wurde ein Übereinkommen mit dem Holzsektor geschlossen, mit dem Ziel, den Handel von nachhaltig produziertem Holz auf dem belgischen Markt zu vergrößern. Hier lesen Sie mehr über das Sektoralabkommen Holz.